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Gemeinde Lauf im Schwarzwald

Geschichte

Urkundlich erstmals erwähnt wird die Gemeinde Lauf in einer Urkunde, die am 02.10.1383 in Straßburg gefertigt wurde, als "Löuffe". Anno 1621 schwenkt der Name mit der Nennung "Lauff" auf die heutige Schreibweise hin. Er ist vom Laufbach abgeleitet, der durch den Ort fließt. Das althochdeutsche Wort "Loufe" bedeutet Stromschnelle oder Wasserfall.

Lauf gehörte einst zur kaiserlich-österreichischen Landvogtei Ortenau. Doch auch andere Herrschaften - freiwillig oder unfreiwillig - verbucht die Geschichte der Gemeinde, da die Landvogtei von den Kaisern wegen drückender Geldnöte mehrmals verpfändet wurde. Seit 1557 war man dann wieder bei Vorderösterreich, dessen Besitz lediglich durch eine Belehnung an Baden-Baden im 18. Jahrhundert unterbrochen wurde.

Nicht vergessen darf man in diesem Zusammenhang, dass eine gewisse Grundherrschaft mit der Burg Neuwindeck verbunden war. Nach den Bestimmungen des Friedens von Preßburg (1805) kam die Gemeinde an Baden und wurde zwei Jahre später dem Amt Bühl zugeteilt, um dann 1974 infolge der Kreisreform zum Ortenaukreis zu gehören.

Von einer im ausgehenden 16. Jahrhundert bestehenden Glashütte hat der gleichnamige Weiler mit seinem idyllisch gelegenen Stausee seinen Namen.

Im Alsenhof steht eine der ältesten Weinpressen Deutschlands, die noch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in Betrieb war. Ein seltenes Kleinod ist die ganz aus Eichenholz gefertigte Alte Trotte.

In Lauf liegt auch das Schloss Aubach, ein zweigeschossiges Barockschlösschen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Die Burgruine Neuwindeck liegt auf einer 313 m hohen bewachsenen Kuppe über dem Laufbachtal. Die Burg wird von den Einheimischen auch "Laufer Schloss" genannt. Große Teile der Umfassungsmauer, der Bergfried in vier Geschossen, ein kleines Stück der Zwingermauer und Geländespuren, z. B. eingeebnete Terrassen im Westen und Norden sind erhalten.

Der aus dem Schwarzwald stammende Schriftsteller Heinrich Hansjakob erwähnte Lauf 1894 in seinem Buch "Aus kranken Tagen":

"Heute Nachmittag gingen Albin und ich, um ein rechtes Ziel zu haben, in das Gebirgsdorf Lauf bei starkem Schneefall und noch stärkerer Plage in meiner Seele. Die Luft war so dick mit Schnee erfüllt, daß man kaum etliche Schritte vor sich hinsah. Düster lag am Weg das vielgenannte 'Erlenbad', ein von Baden-Baden und Illenau aus vielbesuchter Luftort.

Ich war vor vielen Jahren auch einmal da mit Lender und staunte über nichts als über den gesprächigen Wirth, der alles brillant hatte und selbst von brillantem Schweizerkäs sprach.Lauf muß zur Sommerzeit aber noch brillanter sein, als des Erlenbadswirths Käs, denn vom Tal aus gesehen liegt es in lauter Bergen und Schluchten voll von Reben, Kastanien und Tannen."